Abfall- und Umwelttelegramm 02/2020
Der Weg zu fairer Rohstoff- und Ressourcenpolitik
Das unser Rohstoffverbrauch zu hoch ist wissen wir seit einiger Zeit schon - dennoch fehlen die wirkungsvollen Maßnahmen um es einzudämmen. Die OECD geht davon aus, dass sich bis zum Jahre 2060 der Rohstoffverbrauch voraussichtlich verdoppeln wird. Grund dafür sind vor allem die zunehmende Technologisierung und die Industrie. Die Industrieproduktion führte zu nie gekanntem materiellem Wohlstand.
Rohstoffe bilden die Grundlage für alles Wirtschaften auf der Erde: Der Natur werden Mineralien, metallische Erze und fossile Energieträger entnommen, von der Wirtschaft in Güter verwandelt und schließlich als Abfall wieder in die Natur zurückgegeben. Dieser Materialfluss ist Bestandteil des „gesellschaftlichen Stoffwechsels" reichen Teil der Menschheit. Die ökologischen Folgen und die dabei entstehenden Abfälle überschreiten den Verbrauch der Rohstoffe sowie auch für nachwachsende Rohstoffe: Ist der Verbrauch zu hoch, leiden die Ökosysteme. Unabhängig davon, ob es nun nachwachsende oder nicht-nachwachsende Rohstoffe sind -, geht das häufig zu Lasten der Umwelt.
Oftmals werden Regenwälder abgeholzt und Ackerflächen vernichtet. Natürliche Lebensräume von Pflanzen und Tieren werden zerstört. Schadstoffe und Schwermetalle, die beim Abbau freigelegt werden, belasten Menschen und Umwelt gleichermaßen. Das alles geschieht zumeist, in den Ländern, sondern in den sogenannten Entwicklungsländern: Denn diese sind häufig reich an Rohstoffen.
