Tipps zur Abfallvermeidung

Mehrwegflasche (Pfandflasche)

Die Getränkemehrwegflasche (Pfandflasche) kann im Durchschnitt 40-60 mal wiederbefüllt werden. Aus Altglas entstehen wieder neue Glasflaschen. Aus PET-Flaschen können nur minderwertige Produkte (Vliespullover, Schlafsackfüllung) hergestellt werden. Mehrwegflaschen verringern die Abfallmenge um ein Vielfaches. Die Wertschöpfung bleibt in der Region.
Wegwerfverpackungen (Tetra Packerl und PET-Flaschen) sind unnötiger Abfall.

Mehrwegbecher

Für Feste und Veranstaltung sind diese Pfandbecher aus Hartkunststoff sehr gut zu gebrauchen, da sie nicht zerbrechen und weitaus stabiler sind als die Wegwerfbecher aus Weichkunststoff. Entsorgungskosten entfallen fast gänzlich, da man Mehrwegbecher bis zu 200 mal wiederverwenden kann. Außerdem wird die Trinkkultur damit gehoben. Das Aufräumen wird erleichtert.

Mehrwegwindeln

Stoffwindeln (Mehrwegwindeln) helfen, Abfall zu vermeiden, da 20 Stoffwindel ca. 4.500 Wegwerfwindeln ersetzen. Ein Baby verursacht in einer Wickelperiode von ca. 3 Jahren ungefähr 1.000 kg Wegwerfwindeln an Abfall. Stoffwindeln bestehen aus 100% Baumwolle und können mit der 60° Wäsche gewaschen werden. Weitere Vorteile: Breitwickeleffekt, 4-5° Celsius kühler, ca. 1.100,00 € Einsparung. Förderung des AWV-Feldbach:111,00 €.

Umweltzeichen, Fair-Trade-Produkte

Achten Sie beim Einkaufen auf Kennzeichen, die Qualitätskriterien garantieren (Biologischer Landbau, Umweltzeichen, TransFair..). Das österreichische Umweltzeichen garantiert eine schadstoffarme Produktion und eine umweltfreundliche Verarbeitung. Die Produkte sind meist reparaturfreudiger und langlebiger (Modulbauweise) und bis zu 100 % aus Altstoffen hergestellt.
Kaufen Sie Fair-Trade-Produkte. Sie unterstützen damit einen fairen (gerechten) Welthandel.

Einkaufskorb

Mit der Verwendung des Einkaufskorbes oder einer Umwelttasche können bis zu 500 Plastiksackerl eingespart werden. Fleisch- oder Wurstwaren können in einem Kunststoffbecher mitgenommen werden. Vergessene Einkaufskörbe können durch Kartonagen und Papiersäcke ersetzt werden. Vermeiden Sie unnötigen Verpackungsabfall.

Unverpacktes Obst- und Gemüse, Bauernladen, Direktvermarkter

Kaufen Sie nur unverpacktes Obst und Gemüse. Bevorzugen Sie Bauernläden, Naturkostläden und Direktvermarkter. Sie fördern damit die heimischen Bauern und das Kleingewerbe. Abfallvermeidung bedeutet auch, Verpackungen zu vermeiden. Nutzen Sie Milchautomaten.
Nutzen Sie die Nahversorger Ihrer eigenen Gemeinde und Region.
Bevorzugen Sie Apfelsäfte und Produkte der Saison.

Nachwachsende Rohstoffe (NAWARO) anstatt fossile Energieträger

Bei den Dieselfahrzeugen gibt es die Möglichkeit, Biodiesel zu verwenden. Viele Autos und Traktoren sind für die Verwendung von Biodiesel freigegeben. Sie fahren „CO2-neutral“.
Biodiesel wird aus Altspeisefetten und -ölen hergestellt, aber auch aus Raps wird Biodiesel hergestellt. Aus Altspeisefetten und -ölen werden auch Seifenflocken produziert

Fahrrad fahren, öffentliche Verkehrsmittel, Carsharing

Kurze Strecken kann man mit dem Fahrrad zurücklegen. Überlegen Sie vor jeder Fahrt mit dem Auto, ob diese Fahrt unbedingt notwendig ist. Bilden Sie Fahrgemeinschaften, nutzen Sie Car-sharing Angebote. Dies ist eine spezielle Art der Autovermietung, bei der sich Mitglieder mehrere Autos teilen. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel sind gute Alternativen.
("Schiene statt Verkehrslawine")

Solarzellen, Sonnenkollektoren

Verwenden Sie Sonnenkollektoren für die Heizung und das Warmwasser statt Strom aus einem Atomkraftwerk oder kalorischen Kraftwerk.
Verwenden Sie wiederaufladbare Batterien (Akkus) oder auch Solarzellen (z.B. Taschenrechner) anstatt Batterien.
Bevorzugen Sie Solarzellen anstatt Akkus.

Alternativenergien, Energie sparen

Wind- und Wasserkraftwerke sowie Biogasanlagen erzeugen umweltfreundlichen Strom.
Versuchen Sie Energie zu sparen (Wärmedämmung, Energiesparlampen, stromsparende Neugeräte). Ökostrom ist etwas teurer. Sie unterstützen damit allerdings Alternativenergien.
Sparen Sie auch mit dem Verbrauch von wertvollem Trinkwasser (Regenwassernutzung).
Durchflussmengenbegrenzer helfen Wasser und Strom zu sparen.

Reparieren statt wegwerfen

Die Wegwerfgesellschaft soll von der Reparaturgesellschaft abgelöst werden. Reparaturführer geben Hinweise. Das Reparieren vermeidet nicht nur Entsorgungsmüll, sondern auch Produktionsabfälle, die das 10-fache der Hausmüllmenge ausmachen können. Verleih, Tauschbörsen und Produkte aus Secondhand Geschäften vermeiden Abfall, da Produkte doppelt genutzt werden. Internet: www.repanet.at
Kaufen Sie langlebige Produkte heimischer Erzeuger und achten Sie auf Modulbauweise.

Maisstärkeprodukte

Einweggeschirr (Teller, Besteck, Trinkhalme...), Kerzenbecher und Verpackungen können auch aus Maisstärke hergestellt werden. Diese Produkte sind kompostierbar und können über den Biomüll entsorgt werden.
Oftmals werden sie mit Kunststoffprodukten verwechselt und bringen leider Verunsicherungen.

Haushalt

Waschen Sie mit Seifenflockenwaschmittel auf Basis nachwachsender Rohstoffe (Baukastensystem). Sie belasten damit die Abwässer weniger. Dosieren Sie gezielt Wasch- und Reinigungsmittel. Oft reicht die Hälfte der Herstellerangaben. Lassen Sie Ihre Wasserhärte bestimmen. Ersetzen Sie Spezialreiniger durch Allzweckreiniger, Scheuermittel oder Essig. Verwenden Sie für verstopfte Ausgüsse Saugglocke und Reinigungsspirale. Verzichten Sie auf Fleckenentferner. Umweltschonende Hausmittel sind Gallseife, Essig, Salz, Zitrone und Soda.
Verzichten Sie auf WC Steine. Lavendel tut es auch.

Immaterieller Konsum, Lebensstil

Vermeiden Sie den Kauf von materiellen Gütern und schenken Sie sich und anderen Z e i t, Erholung und Urlaub. (Kino, Spieleabend, Massage, Essen usw. anstatt Shopping und Co)
Kaufen Sie Spielzeug aus Holz. Überdenken Sie Ihre Kaufentscheidungen und deren Folgen.
Prüfen Sie Ihren Lebensstil auf Nachhaltigkeit.
Helfen Sie nicht nachhaltige Entwicklungen zu stoppen!